„Eine Gesellschaft offenbart sich nirgendwo deutlicher als in der Art und Weise, wie sie mit ihren Kindern umgeht. Unser Erfolg muss am Glück und Wohlergehen unserer Kinder gemessen werden, die in einer jeden Gesellschaft zugleich die verwundbarsten Bürger und deren größter Reichtum sind“

Dieses Zitat von Nelson Mandela eröffnete den Abend zum Thema

Ich darf nein sagen-Was ich will und was ich fühle zählt“

Die Entwicklung der kindlichen Sexualität mit Sabine Dumat- Gehrlein, Diplom-Psychologin aus der psychologischen Beratungsstelle der Caritas in Wiesloch.

Alle Eltern wünschen sich 

• Kinder, die mutig und selbstbewusst sind 

• Kinder, die ihre Bedürfnisse ohne Angst äußern 

• Kinder, die an sich glauben 

• Kinder, die sich selbst vertrauen 

• Kinder, die mit offenen Augen durchs Leben gehen 

• Kinder, die sich sozial verhalten 

• Kinder, die ihre Eltern beruhigt ins Leben entlassen können

Diese Eigenschaften sind nicht angeboren, sondern wachsen und reifen mit unserer Hilfe und durch unseren Einfluss.

Dazu gehört u.a. ein gutes Körperbewusstsein. Diese Entwicklung des Körperbewusstseins und damit auch der kindlichen Sexualität im Alter von 1-6 Jahren waren das zentrale Thema des Vortrags.

Schon sehr früh beginnen Kinder ihren Körper zu erkunden.

Wachsendes Sprachvermögen und -verständnis ermöglichen dem Kind nach und nach, Begriffe für sein Genital, seinen Körper zu kennen und Namen dafür zu prägen.

Kinder müssen dabei lernen und wissen, dass jeder Mensch (also auch sie selbst) ein Recht darauf hat, seine Intimität zu schützen und dass er nein sagen darf. „Nein ist nein!“

Der Schutz von Kindern und Jugendlichen ist außerdem eine zentrale Aufgabe der Kinder- und Jugendhilfe und ist im Kinder- und Jugendstärkungsgesetz, das im Mai 2021 verabschiedet wurde, fest verankert. Jede Kindertageseinrichtung muss ein solches Gewaltschutzkonzept seinem Träger, wie dem KVJS vorlegen.

Teil des Gewaltschutzkonzeptes ist ein sexualpädagogisches Konzept, dessen Ziel es ist, für die Mitarbeitenden ihren Bildungsauftrag und die damit verbundene Verantwortung im Bereich Sexualpädagogik zu klären. 

Auch dieses Thema, inwieweit der Kindergarten als Bildungsort verantwortlich für die Begleitung der sexuellen Entwicklung von Kindern ist, kam zur Sprache.

Interessierte Teilnehmende können die Powerpoint zum Thema zugeschickt bekommen, bitte melden Sie sich dazu in ihrem KiFaZ oder per Mail bei der Koordinationsstelle.